Mitmach-Gschichtli, S`Äffli 6

Folge 6

18.09.2026 11 min Staffel 1 Episode 6

Zusammenfassung & Show Notes

Im Schweizerdeutschen Podcast "Mitmach-Gschichtli" gibt es jeden Freitag eine neue Folge der Abenteuer unserer tierischen Freunde. In der ersten Staffel geht es um ein kleines Äffchen, das manchmal ganz schön wütend werden kann und immer wieder von neuem einen Weg finden muss, alles wieder gut zu machen. 
Auf der Homepage mitmach-gschichtli.com können die Kinder abstimmen und mitbestimmen, wie die Geschichte weitergeht.
Die Abstimmung ist geöffnet bis Sonntag Abend:

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Transkript

Podcast Mitmach-Gschichtli 1, S‘ Äffli – Folge 6 Das kleine Äffchen entschied sich, erstmal nicht einzugreifen und merkte bald, dass das richtig war. Der alte Affe war sehr viel stärker und erfahrener als das andere Tier. Zwischendurch warf er dem kleinen Äffchen einen Blick zu und gab ihm mit einer Kopfbewegung zu verstehen, dass es nach Hause gehen sollte. Er selbst versuchte, seinen Kontrahenten nicht zu verletzen und schaute sich nach dem Weg um, wo er sich zurückziehen konnte. Das kleine Äffchen schaute noch ganz kurz und voller Bewunderung zu, wie sich sein Freund verteidigte und als es sicher sein konnte, dass niemandem etwas schlimmes passiert, rannte es in Richtung Wasserfall. Kurz danach traf es ganz ausser Atem zu Hause ein und freute sich sehr, seine Familie wiederzusehen! Alle hatten sich große Sorgen gemacht und waren sehr froh, dass es wieder da war. Es entschuldigte sich ausgiebig bei allen, besonders bei seinem Freund, den es zum Glück mit seinem Stock nicht getroffen hatte, als es auf ihn losgegangen war. Es erzählte, dass es sich verirrt hatte und eine schreckliche und kurze Nacht auf irgendeinem Baum verbracht hatte. Von seiner neuen Bekanntschaft erzählte es nichts. Als nach kurzer Zeit der Affe, der das Gebiet der Sippe so entschlossen verteidigt hatte ein wenig zerzaust, aber unverletzt zurückkam, schimpfte der zwar wild auf den Eindringling, zeigte aber keine Anzeichen davon, dass er das kleine Äffchen zusammen mit diesem gesehen hätte und es konnte aufatmen. Alles war gut. Niemand war verletzt und es war wieder bei seiner Familie. Ausserdem machte ihm die Vorfreude auf die Lektionen im Ruhigerwerden gute Laune. Es konnte kaum erwarten, dass es endlich losging. Den restlichen Tag verbrachte es zufrieden im Kreis seiner Sippe, spielte mit seinen Freunden und ass sich so richtig satt. Am nächsten Morgen zog es los zu seiner Verabredung. Seiner Mama hatte es erklärt, dass es nun jeden Morgen ein bisschen Zeit für sich brauchte, um daran zu arbeiten, nicht mehr so wütend zu werden. Das war ja auch die Wahrheit! Dass es dabei nicht allein war, war schliesslich nur ein unwichtiges Detail. Am verabredeten Treffpunkt wartete der alte Affe schon auf ihn. Sie begrüssten sich freudig und suchten sich dann eine kleine Lichtung, wo sie gut und ungestört üben konnten. Der alte Affe schien das gestrige Gerangel ohne Kratzer überstanden zu haben und nun zeigte er seinem kleinen Freund ganz geduldig, wie er tief und langsam atmen und wie er sich bewegen musste. Das kleine Äffchen hörte aufmerksam zu und prägte sich die gezeigten Übungen genau ein. Es war begierig, alles zu lernen und zu zeigen, dass es ein guter Schüler war. Und so machte es schon am ersten Morgen schnell Fortschritte. Die Tage vergingen und das kleine Äffchen beherrschte die Übungen immer besser und es bemerkte so langsam, dass sie auch etwas bewirken. Es war deutlich ruhiger und ausgeglichener und das fiel auch den anderen auf. Seine Mama war ganz stolz und die anderen spielten nun wieder mit ihm, ohne Abstand zu halten oder ihm seltsame Blicke zuzuwerfen. Neben den Übungen führten das kleine Äffchen und der alte Affe manchmal auch lange Unterhaltungen. Sie lernten sich richtig gut kennen und vertrauten einander auch Geheimnisse und Gedanken an, für die sie sonst niemanden zum Austauschen hatten. Das kleine Äffchen konnte nun auch etwas loswerden, was ihn schon ein Weilchen bedrückte. Kurz nach seiner abenteuerlichen und ungeplanten Übernachtung im Dschungel, hatte seine Mama ihm erzählt, dass er nun bald ein großer Bruder sein würde, weil sie ein neues Baby bekommen würde. Das kleine Äffchen machte sich viele Gedanken dazu. Sich so ganz vorstellen, was auf ihn zukam, konnte er nicht, schliesslich war er noch nie ein grosser Bruder gewesen, immer nur ein kleiner. Er hatte keine Ahnung, was von ihm erwartet wurde und was das neue Baby für seinen Platz in der Familie bedeuten würde. Seine Mama schien sich sehr zu freuen, vermutlich musste er sich dann ebenfalls freuen? Der alte Affe versuchte, ihm ein guter Freund zu sein, er hörte ihm zu und gab Ratschläge, musste ihm aber auch behutsam beibringen, dass das neue Baby einen großen Teil von der Mama beanspruchen würde. Sie würde bald sehr damit beschäftigt sein, das Baby zu füttern und zu pflegen, es würde immer bei ihr sein, Tag und Nacht. Sowas hörte das kleine Äffchen natürlich nicht gerne und es beschloss, dass es erstmal abwarten und schauen würde, was passierte. Ganz so schlimm würde es bestimmt nicht werden. Als die beiden an einem Morgen mal wieder in ihre Übungen und ihr Atmen vertieft waren, schreckte der alte Affe plötzlich zusammen und schaute sich gut um. Er hatte ein Geräusch gehört und versuchte nun, herauszufinden, was das war. Das kleine Äffchen bemerkte erst gar nichts, so konzentriert war es am Üben, doch plötzlich sah es, wie sein Lehrer die Büsche durchsuchte und kurz darauf ein wütendes „hab ich dich!“ ausstiess. Oh nein! Hinter einem Busch hockte ein Cousin des kleinen Äffchens und hatte alles beobachtet. Als er nun direkt in das Gesicht des alten Affen blickte, rannte er in wilder Hast davon. Das war gar nicht gut. Der Cousin war eine richtige Plappertasche und es war kaum vorstellbar, dass er seine Entdeckung nicht laut in die Welt posaunte und allen erzählte, was er gesehen hatte, ob es jemanden interessierte oder nicht. Das Geheimnis war aufgeflogen. Das kleine Äffchen rannte dem Cousin hinterher, um ihn zu bitten, niemandem etwas zu erzählen, doch der war schon weit und breit nicht mehr zu sehen. Die beiden Affen beratschlagten, was sie nun tun sollten. Entweder hörten sie auf mit den Treffen und das kleine Äffchen behauptete einfach, dass sein Cousin etwas erzählte, das gar nicht stimmte. Das tat der schliesslich ziemlich oft. Er erfand die wildesten Geschichten, erzählte von haarsträubenden Phantasie-Wesen und die meisten von seinen Erzählungen glaubte sowieso keiner. Vor kurzem hatte er behauptet, dass er Wesen auf zwei Beinen gesehen hätte, die ein bisschen aussahen wie Affen, nur etwas grösser und grün mit Flecken und mit seltsamen Dingen auf den Köpfen und Rücken und in den Händen. Die Wesen seinen in ein riesiges Ding geklettert und mit einem ohrenbetäubenden Lärm hätte sich dieses Ding mit ihnen fortbewegt. Also bitte, was sollte denn das für eine Geschichte sein!? Dem kleinen Spinner würde niemand glauben. Aber Lügen war halt schon nicht so toll und der Cousin war schon ganz verzweifelt, weil niemand seine Geschichte mit den grünen Wesen glauben wollte. Die andere Möglichkeit war, alles zu gestehen und der Sippe vom fremden Affen zu erzählen. Wie die reagieren würde, war nicht vorherzusagen. Freundlich aber bestimmt nicht. Wie soll sich das kleine Äffchen entscheiden? Was soll es tun? Stimmt ab auf www.mitmach-gschichtli.com. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

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