Mitmach-Gschichtli, S`Äffli 4

Folge 4

04.09.2026 11 min Staffel 1 Episode 4

Zusammenfassung & Show Notes

Im Schweizerdeutschen Podcast "Mitmach-Gschichtli" gibt es jeden Freitag eine neue Folge der Abenteuer unserer tierischen Freunde. In der ersten Staffel geht es um ein kleines Äffchen, das manchmal ganz schön wütend werden kann und immer wieder von neuem einen Weg finden muss, alles wieder gut zu machen. 
Auf der Homepage mitmach-gschichtli.com können die Kinder abstimmen und mitbestimmen, wie die Geschichte weitergeht.
Die Abstimmung ist geöffnet bis Sonntag, 21 Uhr:

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Transkript

Podcast Mitmach-Gschichtli 1, S‘ Äffli – Folge 4 Unser kleines Äffchen versuchte sein Bestes, es war lieb und artig und ein rundum fröhliches und glückliches kleines Äffchen, doch manchmal, wenn etwas nicht nach seinem Kopf ging, verspürte es doch wieder das bekannte Brennen im Bauch und es musste sich das eine oder andere Mal ganz schön zusammenreissen! Es versuchte dann, an etwas Schönes zu denken, statt dass es sich ärgerte und etwas Lustiges zu sagen, statt etwas Gemeines, wenn jemand es ärgern wollte. So ging das eine ganze Weile ganz gut. Eines Tages waren die jungen Affen zusammen unterwegs und stießen auf einen großen Termitenhügel. Die Affen waren begeistert, ein großes Festmahl direkt vor sich zu sehen, man brauchte nur noch zuzugreifen. Die Bande suchte sich Stöcke, mit denen sie im Nest herumstocherten und dann machten sie sich über die Leckerbissen her. Jeder wollte so viele wie möglich erwischen und im Eifer des Gefechtes erwischte das kleine Äffchen mit seinem Stock aus Versehen statt dem Nest das Bein eines anderen Äffchens. Dieses dachte, er wolle es von den Termiten vertreiben und schlug mit seinem Stock zurück. Weil es sich gerade bückte und so den Schlag voll abbekam, traf der Stock unser kleines Äffchen härter als beabsichtigt und tat richtig weg und es wurde fuchsteufelswild! Blitzartig stieg das Feuer in ihm hoch und es sah rot. Es ging mit seinem Stock auf den anderen Affen los und brüllte wie verrückt. Die Herumstehenden konnten den anderen Affen gerade noch rechtzeitig wegziehen, sonst wäre er vermutlich schlimm getroffen worden. Das kleine Äffchen kreischte und schrie wie verrückt. Es schlug mit seinem Stock auf den Termitenhügel ein, bis der Stock brach, danach stampfte es wie von Sinnen darauf herum, boxte wild mit den Armen in die Luft und schimpfte fürchterlich. Die anderen hielten sich die Ohren zu. Sie entfernten sich vom Ort des Geschehens und ließen das Äffchen und seine Wut einfach stehen. Dieses bemerkte nicht einmal, dass die anderen weg waren, so sehr war es mit Toben beschäftigt. Irgendwann wurde es heiser und müde und da fiel ihm erst auf, dass es ganz alleine war. Der Termitenhügel war völlig zerstört. Seine verängstigten Bewohner hatten sich tief in den unterirdischen Teil ihres Zuhauses zurückgezogen und dachten vermutlich gerade über einen Umzug nach, am besten möglichst weit weg. Das kleine Äffchen schlug sich die Hände vors Gesicht und weinte hemmungslos. Nicht schon wieder! Es wollte doch so sehr gar nie mehr wütend werden!! Und nun das! Wie war das denn nun wieder passiert!? Die anderen waren bestimmt schon längst zu Hause und erzählten allen, dass es schon wieder so furchtbar ausgeflippt war! Vermutlich war es nun an der Zeit für seinen Umzug zur Tante mit dem Mundgeruch. Wie schrecklich!! Das kleine Äffchen hatte nicht die leiseste Ahnung, was es tun sollte. Nach Hause zu gehe, schien gerade keine gute Idee zu sein. Am besten wartete es, bis sich der Sturm gelegt hatte, so etwa drei Jahre, bis es sich dort wieder hin trauen konnte. Wohin es stattdessen gehen sollte, wusste es hingegen auch nicht. Um alleine zu leben, war es noch viel zu jung, das kam nicht in Frage. Vielleicht konnte es in einer anderen Sippe unterkommen? Viele Affen adoptierten Affenkinder und behandelten sie wie ihre eigenen. Aber das Äffchen wollte keine neue Familie. Es wollte seine alte behalten. Es wollte mit seiner Mama, seinem Papa, den Geschwistern und Cousins und Cousinen zusammenwohnen, bis es groß war. Was sollte es bloß tun, um seinen Wutanfall dieses Mal wieder gut zu machen? Blätter konnte es nicht schon wieder bringen, Nüsse wuchsen im Moment keine, Früchte gab es überall genügend, damit konnte man niemanden locken und ein Leopard schlich auch blöderweise nicht in der Nähe herum. Das kleine Äffchen trottete gedankenverloren vor sich hin und entfernte sich immer weiter von seinem Zuhause, ohne es richtig zu bemerken. Langsam wurde es dunkel und das Äffchen blieb stehen und schaute sich um. Es erkannte die Gegend überhaupt nicht. Es lauschte ganz angestrengt, doch der Wasserfall war nicht zu hören und es bekam so langsam Angst. Die Nacht brach herein, es war viel zu spät dafür, noch nach Hause zu gehen, den Weg dorthin würde es im Dunkeln vermutlich sowieso nicht finden, außerdem hatte es keine Ahnung, welche Gefahren nachts im Dschungel lauerten, es war schliesslich noch nie nachts alleine unterwegs gewesen. Das kleine Äffchen fürchtete sich entsetzlich, doch es versuchte, sich zusammenzureissen und suchte sich einen hohen, dicht bewachsenen Baum, in dem es übernachten konnte. Es versuchte, sich ein bequemes Bett zu machen, was ihm nicht wirklich gelang, aber irgendwann hatte er eine Position gefunden, in der es halbwegs bequem war und vor allem einigermassen sicher zu sein schien. Das kleine Äffchen zitterte vor Angst. Es zitterte so sehr, dass es fast vom Baum fiel und es dauerte ewig, bis es endlich eingeschlummert war. Die Nacht war sehr unruhig, bei jedem kleinen Ruf oder Rascheln schreckte das Äffchen hoch, lauschte ängstlich und versuchte, die unbekannten Geräusche einzuordnen. Es vermisste sein Zuhause unendlich. Als der Morgen anbrach, was es sehr froh, die Nacht heil überstanden zu haben. Sein Bauch knurrte. Es streckte sich und macht sich auf den Abstieg vom Baum. Als es fast unten war, hörte es auf einmal ein seltsames Brummen. Ihm stockte der Atem, sein Herz pochte wie wild und es traute sich nicht, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen! Was in aller Welt war das denn? So ein Tier hatte das kleine Äffchen noch nie gehört! Wirklich gefährlich klang das Brummen nicht, eher wie eine Art Singen, aber was hatte das schon zu bedeuten. Manchmal waren die Dinge, die am harmlosesten aussahen, die gefährlichsten… Das Brummen hörte auf und nun erklang ein tiefes und lautes Atmen. Das kleine Äffchen hielt sich mit einer Hand gut an einem dicken Ast fest und schob mit der anderen vorsichtig und leise ein paar Blätter zur Seite und lugte nach unten. Es konnte kaum glauben, was es da sah. Da stand ein großer, alter Affe, den er noch nie gesehen hatte und machte ganz seltsame Verrenkungen. Erst drehte er ein Bein hoch oben in der Luft in eine Richtung, dann in die andere, dazu streckte er die Arme in die Luft und dazu atmete er ganz langsam und laut ein und aus. Danach war das andere Bein dran. Das kleine Äffchen staunte und musste sich ein Lachen verkneifen. Der alte Affe sah sehr albern aus! In dem Moment schaute der Affe nach oben und entdeckte den kleinen Zuschauer. Mit dunkelgelben Augen schaute er böse zu ihm und beendete seine seltsamen Übungen. Das Äffchen erschrak fürchterlich und liess schnell die Blätter los. Was sollte es tun?? Hinunterklettern und sich höflich vorstellen und fragen, was der unbekannte Affe da so treibt? Oder sich möglichst schnell auf den nächsten und den übernächsten Baum schwingen und das Weite suchen? Stimmt bis Sonntagabend ab auf mitmach-gschichtli.com und hört nächste Woche, wie es weiter geht!

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