Mitmach-Gschichtli, S`Äffli 3

Folge 3

28.08.2026 9 min Staffel 1 Episode 3

Zusammenfassung & Show Notes

Im Schweizerdeutschen Podcast "Mitmach-Gschichtli" gibt es jeden Freitag eine neue Folge der Abenteuer unserer tierischen Freunde. In der ersten Staffel geht es um ein kleines Äffchen, das manchmal ganz schön wütend werden kann und immer wieder von neuem einen Weg finden muss, alles wieder gut zu machen. 
Auf der Homepage mitmach-gschichtli.com können die Kinder abstimmen und mitbestimmen, wie die Geschichte weitergeht.
Die Abstimmung ist geöffnet bis Sonntag, 21 Uhr:

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Transkript

Podcast Mitmach-Gschichtli 1, S‘ Äffli – Folge 3 Das kleine Äffchen rannte, so schnell es seine kurzen Beine trugen. Als der Wald dichter wurde, kletterte es in Windeseile auf einen Baum und schwang sich von Ast zu Ast. Es versuchte, ganz leise zu sein, damit der Leopard es nicht hörte und als es nach einiger Zeit das Gefühl hatte, vor dem Leoparden und auch schon näher an seinem Zuhause zu sein, holte es ein paar Mal tief Luft. Mit klopfendem Herzen nahm es all seinen Mut zusammen und brüllte, so laut es konnte, den Warnruf seines Stammes. Dann schwang es sich, ohne zu überlegen, in die andere Richtung davon, von Ast zu Ast, von Baum zu Baum, mit viel Getöse dieses Mal, um den Leoparden von seiner Familie wegzulocken. Es funktionierte. Das kleine Äffchen konnte deutlich hören, wie ihm die Raubkatze nachrannte und vor Angst zitternd, zwang es sich, noch schneller zu werden. Als es ein irgendwann ein paar ganz dicht bewachsene Bäume erreichte, hielt es an und versteckte sich hoch oben in einem riesigen Baum mit einem dicken Stamm. Schon kurz darauf hörte es, wie der Leopard unten zwischen den Bäumen durchlief und anhielt, um zu lauschen. Das kleine Äffchen hielt den Atem an. Es klammerte sich fest an den dicken Stamm und versuchte, sich gar kein bisschen zu bewegen und keinen Ton von sich zu geben. Der Leopard suchte zwischen den Bäumen nach Spuren, er reckte seine Nase in den Wind und machte die Ohren ganz lang und versuchte, herauszufinden, wohin seine Beute so plötzlich verschwunden war. Das Äffchen traute sich nicht, zwischen den Blättern nach unten zu schauen. Es durfte die Raubkatze auf keinen Fall auf sich aufmerksam machen, Leoparden können nämlich sehr gut klettern und sind sehr schnell, er durfte das Äffchen unter keinen Umständen entdecken. Unser kleines Äffchen hielt sich sehr lange im Baum versteckt, die Arme fingen schon an zu schmerzen und der Bauch knurrte immer lauter. Vom Leoparden hatte es schon eine ganze Weile nichts mehr gehört und es traute sich, ganz langsam und vorsichtig, ein Stückchen den Baum weiter herunterzuklettern und sich umzuschauen. Vom Leoparden war nichts mehr zu sehen. Doch es liess sich nicht feststellen, ob er noch irgendwo in der Nähe lauerte oder ob er die Suche aufgegeben hatte. Das kleine Äffchen kroch ganz behutsam über einen dicken Ast und rutschte auf den Ast eines anderen Baumes. Dort hielt es kurz inne und lauschte, doch es war weit und breit nichts zu hören. Es traute sich nun, schneller von Ast zu Ast zu klettern, immer unterbrochen von kleinen Pausen, in denen es sich umhörte und umsah, jedoch nichts mehr von der gefährlichen Katze bemerkte. Nachdem es eine ganze Weile geklettert war, machte es eine kleine Pause und gönnte seinem Bauch ein paar frische Blätter. Schmeckten die gut!!! Mit frischen Kräften machte es sich auf den Heimweg und war überglücklich, als wenig später das Plätschern des kleinen Wasserfalls von weitem zu hören war. Als es nach einiger Zeit zu Hause ankam, war von den anderen Affen auf den ersten Blick nichts zu sehen. Sie waren noch immer in ihren Verstecken. Das kleine Äffchen suchte alle Verstecke ab und als es endlich seine Familie wiederfand, war es super glücklich! Es hatte während dem Abenteuer mit dem Leoparden ganz vergessen, dass es ja eigentlich weggelaufen war, weil es seinen Cousin ganz fest gehauen hatte und alle böse mit ihm waren. Die ganze Geschichte mit dem Leoparden sprudelte aus ihm heraus, er erzählte allen mit vielen Details und einigen Ausschmückungen vom Erlebten. Der Leopard wurde in seiner Erzählung immer größer und gefährlicher und die anderen staunten über den Mut des kleinen Äffchens. Sie waren sehr beeindruckt, wie er das Raubtier auf die falsche Fährte gelockt hatte und sehr dankbar, dass er alle gewarnt hatte. Alle klopften ihm anerkennend auf die Schultern und von allen Seiten wurde ihm Essen zur Stärkung gereicht. Das kleine Äffchen sonnte sich glücklich in seinem Ruhm. Doch irgendwann fiel sein Blick auf seinen Cousin und sein verletztes Gesicht. Das Auge war ganz zugeschwollen und es war viel verkrustetes Blut zu sehen. Das kleine Äffchen war nun gar nicht mehr glücklich und stolz, es schämte sich abgrundtief und er ging zu seinem Cousin und sagte: „es tut mir so unendlich leid, dass ich dich geschlagen habe! Ich wollte das nicht, aber ich bin auf einmal so schrecklich wütend geworden. Es tut mir wirklich leid. Ich weiß nicht, wie ich es wieder gut machen kann, wenn es etwas gibt, das ich tun kann, dann sag es und ich mache es!“ Sein Cousin antwortete: „Danke für die Entschuldigung. Mit deiner Warnung vor dem Leoparden hast du es wieder gut gemacht, von mir aus können wir die Sache vergessen. Mir tut es auch leid, dass ich dich so getriezt habe!“ Das kleine Äffchen freute sich sehr über die Worte seines Cousins und war sehr erleichtert, dass er nicht nachtragend war! Sie umarmten sich und lausten sich ausgiebig das Fell. Als sie an diesem Abend schlafen gingen, kuschelte sich das kleine Äffchen ganz nah an seine Mama und versprach ihr, in Zukunft nicht mehr so schnell so wütend zu werden. Was meint ihr? Schafft es das kleine Äffchen, nicht mehr wütend zu werden und sich besser im Griff zu haben? Oder vielleicht doch nicht? Oder nur für kurze Zeit? Stimmt bis Sonntagabend ab auf mitmach-gschichtli.com und hört nächste Woche, wie unsere Geschichte weitergeht.

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