Mitmach-Gschichtli, S`Äffli 1
Folge 1
14.08.2026 9 min Staffel 1 Episode 1 Chris Carlyce
Zusammenfassung & Show Notes
Im Schweizerdeutschen Podcast "Mitmach-Gschichtli" gibt es jeden Freitag eine neue Folge der Abenteuer unserer tierischen Freunde. In der ersten Staffel geht es um ein kleines Äffchen, das manchmal ganz schön wütend werden kann und immer wieder von neuem einen Weg finden muss, alles wieder gut zu machen.
Die Kinder können abstimmen und mitbestimmen, wie die Geschichte weitergeht.
Die Abstimmung ist geöffnet bis Sonntag Abend:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeZltiapztwVNV-Y3vE-2S8H8qENpjmHOputr-hHUdxQ4Viyg/viewform?usp=sharing&ouid=112489135205411037472
Die Kinder können abstimmen und mitbestimmen, wie die Geschichte weitergeht.
Die Abstimmung ist geöffnet bis Sonntag Abend:
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Transkript
Podcast Mitmach-Gschichtli 1, S‘ Äffli – Folge 1
Es war einmal ein kleines Äffchen, das mit seiner Familie und der ganzen großen Sippe in einem wunderschönen Urwald irgendwo mitten in Afrika wohnte.
Wenn es am Morgen aufwachte, wurde es von fröhlichem Vogelgezwitscher empfangen, vom Plätschern des kleinen Wasserfalls in der Nähe und der kuschelig warm-feuchten Luft.
Irgendwo brüllten andere Tiere und ganz in der Nähe war auch schon der erste Streit des Tages seiner Cousins in vollem Gange.
Die beiden waren im gleichen Alter und mussten den ganzen Tag lang ihre Kräfte messen. Meistens rollten sie sich irgendwo rum und sahen aus wie ein Ball und man konnte kaum unterscheiden, wer wer war.
Das kleine Äffchen kuschelte sich nochmals ganz eng an seine Mama, genoss ihre Wärme und saugte ihren Geruch ganz tief in sich auf.
So langsam kriegte es Hunger und es löste sich aus dem Fell seiner Mama und schaute sich auf dem Boden um.
Doch nirgendwo lagen die Blätter, die ihm die Mama sonst jeden Morgen hinlegte.
Er fragte, wo sein Frühstück sei und Mama antwortete, dass sie ihm doch bereits erklärt habe, dass er sich seine Blätter nun selbst suchen müsse. Schliesslich war er schon groß und kein Baby mehr und er musste lernen, sich selbst zu versorgen.
Das Äffchen kratzte sich am Kopf und überlegte. Ja, er war schon richtig groß. Und ja, sie hatten darüber gesprochen, dass er selbstständig werden müsse.
Aber doch nicht bereits am frühen Morgen!!!
Vor dem Frühstück?? Noch ganz ohne Kraft und mit knurrendem Magen? Was sollte denn das?
Wo würde denn sowas hinführen??
Das konnte unmöglich Mama’s Ernst sein!
Das kleine Äffchen spürte ein brennendes Grummeln in seinem Bauch und das war nicht der Hunger!
Es stampfte fest mit beiden Füßen und schrie los, so laut es konnte. „Neeeeeiiiiinnn!!!“ schrie es, „ich will mein Frühstück!!! Ich will meine Blätter!!! Ich habe Hunger!!“ Es stampfte mit den Füßen und schwang die Arme und schrie wie verrückt.
Es merkte gar nicht, wie alle anderen es erschrocken anschauten und sich die Ohren zuhielten.
Es schrie und boxte wie wild in die Luft und schimpfte auf diese Ungeheuerlichkeit. Es kamen ganz gemeine Wörter aus seinem Mund, es schimpfte auf seine Mama, seine Familie, die Blätter, den Wald, auf die ganze Welt!
Die Mama versuchte, das kleine Äffchen zu beruhigen, doch es hörte sie gar nicht. Nach einigen Minuten wurde es müde von der Schreierei und holte einmal tief Luft. Da bemerkte es erst, wie still es im Wald plötzlich war.
Es gab keinerlei Geräusche von anderen Tieren mehr und sogar der Wasserfall schien vor Schreck zu plätschern aufgehört zu haben.
Es schaute in die Gesichter seiner Familie und sah, wie die einen ihn entsetzt anstarrten und die anderen betreten wegschauten.
Er schaute die Mama an und sah, wie sie sich schämte und wie verletzt sie war. Dann schaute er seinen großen Bruder an und sah, wie wütend der war.
So benahm man sich nicht, auch nicht als süßes kleines Äffchen.
Plötzlich schämte er sich ganz furchtbar und fühlte sich einfach schrecklich. Er hatte keine Ahnung, was er tun sollte und drehte sich schlussendlich um und rannte davon.
Allzu weit rannte er nicht. Er war noch nie alleine im Dschungel unterwegs gewesen, mehr als ein paar Meter hatte er sich noch nie von seiner Gruppe entfernt. Und wo hätte er auch hingehen sollen?
Er kannte doch nur sein Zuhause, woanders war er noch nie gewesen.
Das kleine Äffchen spürte, wie heiße Tränen in seine Augen stiegen, sie rollten langsam seine Wangen runter. Es kamen immer mehr, er konnte schon gar nichts mehr sehen und sie rollten immer schneller und schneller. Bald waren es ganze Bäche und das kleine Äffchen schluchzte verzweifelt vor sich hin.
Was sollte es bloß tun?
Äffchen streiten sich manchmal und Äffchen schimpfen und schreien auch manchmal und es kam auch mal vor, dass eines ein böses Wort zu einem anderen sagte.
Normalerweise entschuldigte man sich dann, vertrug sich wieder und lauste dem anderen das Fell.
Doch an einen solchen Ausbruch, wie es gerade eben veranstaltet hatte, konnte sich das kleine Äffchen nicht erinnern. Es hatte auch keine Ahnung, woher das alles kam.
Und wie konnte es das wieder gut machen? Eine einfache Entschuldigung würde da nicht reichen, das war ganz klar.
Doch was sollte es tun?
Am liebsten würde es sich irgendwo im Dschungel verstecken und nie wieder nach Hause gehen, so sehr schämte es sich.
Doch gleichzeitig sehnte es sich auch ganz schrecklich nach seiner Familie. Es wollte sich an seine Mama kuscheln und alles sollte wieder so sein wie vor seinem Wutanfall.
Was konnte es tun, damit alles wieder gut wurde?
Sollte es ganz viele Blätter sammeln und nach Hause bringen, um sich bei allen zu entschuldigen? Aber welches waren die richtigen Blätter? Mama hatte recht, es war wirklich höchste Zeit, dass es lernte, für sich selbst zu sorgen! Die Blätter sahen alle genau gleich aus, sie waren alle grün.
Es könnte ein paar probieren und so herausfinden, welche die richtigen waren. Aber was, wenn da ein paar schlechte dabei waren und es dann wieder so furchtbares Bauchweh bekam wie vor ein paar Wochen?
Oder sollte es sich weiter umsehen und nach den leckeren kleinen Nüssen suchen, von denen es genau wusste, wie sie aussahen. Die waren in der ganzen Gruppe sehr beliebt und damit könnte er sich bestimmt gut entschuldigen und alles wieder gut machen.
Doch die Nüsse waren sehr selten zu finden, das wusste das kleine Äffchen. Was, wenn es sich bei der Suche verirrte oder einfach keine fand?
Das kleine Äffchen war ratlos. Was war die bessere Idee?
Was meint ihr? Wie soll es sich entscheiden?
Stimmt ab, auf der Seite Mitmach-Gschichtli.com
Wie soll die Geschichte vom kleinen Äffchen weitergehen?